1. Startseite
  2. Blog
  3. Yoga, nix für mich?

· Carsten Schneider

Yoga, nix für mich?

Ich mache jetzt seit vielen Jahren Yoga, Meditation und unsere Silent Circle Retreats. Und seit langer Zeit poste ich regelmäßig etwas dazu. Mal ein Bild, mal ein Gedanke, mal Infos zu unseren Yoga-Specials. Hatha Yoga, Yin Yoga, Kundalini, Breathwork, Traumreisen, solche Sachen eben.

Und ich sehe ja, wer das alles anschaut.

Da sind viele Menschen dabei, die ich teilweise schon ewig kenne. Alte Freunde, frühere Kollegen, Bekannte von früher. Manche schauen wirklich seit Jahren jeden Status an.

Aber gekommen sind sie nie.

Und manchmal denke ich mir: Warum eigentlich nicht?

Denn ganz ehrlich — bei uns sitzt niemand im Lotussitz und spricht über Erleuchtung.

Die meisten kommen einfach, weil sie mal runterkommen wollen. Weil sie im Kopf zu voll sind. Weil sie schlecht schlafen. Weil sie ständig funktionieren müssen. Oder einfach, weil sie mal wieder zwei Stunden ohne Handy, Stress und Dauerbeschallung verbringen wollen.

Mehr ist das eigentlich gar nicht.

Aber ich glaube, viele haben trotzdem irgendeine Hemmschwelle im Kopf.

Vielleicht denken manche: „Yoga? Das passt nicht zu mir.“

Oder: „Da sind bestimmt nur super spirituelle Leute.“

Oder: „Ich bin viel zu unbeweglich dafür.“

Oder einfach: „Keine Ahnung… irgendwie komisch.“

Und wahrscheinlich denkt fast jeder vor dem ersten Mal: „Was erwartet mich da eigentlich?“

Kann ich sogar verstehen.

Gerade wenn man mich vielleicht noch von früher kennt. Dann ist da plötzlich dieser Gedanke: „Jetzt macht der Yoga und Meditation…“

Aber wisst ihr was? Am Ende sind wir dort einfach nur Menschen.

Da sitzen Leute mit Rückenproblemen neben Leuten mit Stress im Job. Leute, die mitten im Leben stehen. Leute, die gerade schwere Zeiten haben. Leute, die einfach mal Ruhe brauchen.

Und niemand muss irgendetwas darstellen.

Keiner muss beweglich sein. Keiner muss spirituell sein. Keiner muss reden. Und keiner muss irgendetwas „können“.

Ich glaube sogar, viele würden sich wundern, wie normal das alles eigentlich ist.

Und vielleicht richtet sich dieser Text genau an die Menschen, die seit Monaten oder Jahren still zuschauen und immer denken: „Irgendwann komme ich vielleicht mal.“

Dann nimm das hier einfach als kleines Zeichen.

Du musst dich nicht vorbereiten. Du musst auch nicht der Typ dafür sein. Du musst einfach nur mal vorbeikommen.

Der Rest ergibt sich meistens von selbst.

Und wenn es am Ende einfach nur ein entspannter Abend mit netten Menschen war, dann war es das schon wert.

Und vielleicht noch etwas zum Schluss, ganz ohne Pathos: Es werden gerade Zeiten nicht unbedingt leichter. Und vielleicht ist es genau deshalb gar keine schlechte Idee, sich wieder mehr zusammenzufinden, echte Räume zu teilen und einfach mal zu erleben, wie gut es tut, nicht alles allein zu tragen.

Carsten Schneider, Heilpraktiker und Ayurveda-Therapeut in Hamburg Blankenese. Mehr über mich · Konsultation anfragen