Kriegsprofiteure: Warum ein schnelles Ende in der Ukraine nicht erwünscht ist
Während in der Ukraine Häuser zerbombt werden, Menschen fliehen müssen und täglich neue Opfer zu beklagen sind, klingeln bei einigen die Kassen. Der Krieg ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe – er ist für manche das lukrativste Geschäft ihrer Geschichte. Und genau deshalb wirkt es fast so, als ob ein schnelles Ende gar nicht gewollt ist.
Waffen statt Frieden
Die Rüstungsindustrie erlebt goldene Zeiten. Jede verschossene Rakete, jede abgefeuerte Granate bedeutet einen neuen Auftrag für die Hersteller. Die Top-100 Rüstungskonzerne erzielten 2023 Umsätze von über 632 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders in den USA reihen sich Milliardenaufträge aneinander.
Solange der Krieg andauert, laufen die Produktionsbänder heiß. Ein Frieden würde die Nachfrage abrupt stoppen – und damit auch die Rekordgewinne.
Öl, Gas und das Geschäft mit der Unsicherheit
Auch Energiekonzerne haben Grund zur Freude. Seit Kriegsbeginn machten die fünf größten Ölriesen zusammen über 380 Milliarden Dollar Gewinn. Nicht etwa, weil sie mehr produziert hätten, sondern weil die Preise durch Krieg und Sanktionen explodierten.
Je länger die Unsicherheit auf den Energiemärkten anhält, desto sicherer sind diese Profite. Frieden hingegen würde Stabilität bringen – und damit fallende Preise.
Lobbyismus als Bremse für Verhandlungen
Man muss sich fragen: Wie groß ist der Wille zu echten Friedensverhandlungen, wenn einflussreiche Industrien im Hintergrund massiven Profit machen?
Rüstungskonzerne investieren Millionen in Lobbyarbeit.
Energieriesen haben direkten Einfluss auf Regierungen.
Finanzmärkte spekulieren auf Kriegsgewinne.
Frieden bedeutet für sie: schrumpfende Umsätze, fallende Kurse, weniger Einfluss.
Ein zynisches Kalkül
Es geht nicht darum zu behaupten, dass Politiker den Krieg bewusst verlängern. Aber die Realität ist: Solange mächtige Unternehmen profitieren, fehlt der politische Druck, den Krieg kompromisslos zu beenden. Für die Menschen in der Ukraine ist das eine bittere Wahrheit. Sie zahlen mit ihrem Leben und ihrer Heimat – während andernorts Dividenden ausgeschüttet werden.
Schlussgedanke
Kriege enden nicht erst, wenn die Waffen schweigen, sondern wenn das Geschäft mit dem Töten unattraktiv wird. Solange Milliardenprofite an Öl- und Waffenkonzerne fließen, ist Frieden für viele Akteure schlicht ein schlechtes Geschäft.
Carsten Schneider, Heilpraktiker und Ayurveda-Therapeut in Hamburg Blankenese. Mehr über mich · Konsultation anfragen
